Hier ein kurzer Überblick über die bekanntesten Yogarten:
Hatha Yoga
Hatha Yoga ist weniger eine eigene Yogart, sondern umschreibt alle Yogaübungen und Arten, welche eine Körperbetonung aufweisen. Es ist also ein übergeordneter Begriff für den körperbezogenen Yoga. Hatha-Yoga gibt es heute im Westen, in unzähligen, unterschiedlichen Stilen. Bei den Yoga-Körperübungen gibt es Asanas (statische Körperhaltungen) mit oder ohne Vinyasas (Verbindungsbewegungen zwischen den statischen Haltungen), sowie dynamische Bewegungsabfolgen. Die Körperübungen zielen auf eine Ausgewogenheit zwischen Kraft und Beweglichkeit ab. Hatha-Yoga beinhaltet insbesondere die Körperhaltungen (Asana), Atemübungen (Pranayama) und die Tiefenentspannung.
Ashtanga Yoga
Ashtanga Yoga ist ein indisches Hatha-Yoga-System, welches hauptsächlich aus Körperhaltungen (Asana) und Atemübungen (Pranayama) besteht. Es zählt zu den wichtigsten und ausgefeiltesten, aber auch schwierigsten Systemen des Hatha Yoga. Die Hauptpraxis von Ashtanga Yoga besteht aus mehreren genau festgelegten Abfolgen von Körperhaltungen (Asana). Die Haltungen in jeder Serie werden durch "Vinyasa", das heißt bestimmte, atemsynchrone Bewegungsabfolgen miteinander verbunden.
Vinyasa Yoga
Vinyasa Yoga schöpft aus den zahlreichen traditionellen Quellen des Yoga, wie dem Yogasutra des Patanjali, der Bhagavad Gita, dem Grundkonzept des Sonnengrusses und aus dem Lebenswerk des Gelehrten T. Krishnamacharya (1888-1989). Im Vinyasa Yoga (auch Flow Yoga genannt) werden die Körperhaltungen (Asanas) in einer speziellen Weise angeordnet und variiert und die Bewegungsabfolgen mit der Atmung koordiniert. Das bekannteste Vinyasa, der bekannteste Flow, ist der Sonnengruß. Im Vinyasa Yoga gibt es keine festgelegte Reihenfolge und keine vorgegebenen Sequenzen (im Gegensatz zum Ashtanga Yoga).
Iyengar Yoga
Die uns als Hatha-Yoga bekannten Körperhaltungen (Asana) und Atemtechniken (Pranayama) wurden in Indien über viele Jahrhunderte entwickelt und erforscht. B.K.S. Iyengar (geboren 1918) hat seit den 30er Jahren dieses überlieferte Wissen verfeinert und entwickelte eine wirksame, verständliche und zeitgemäße Methode des Hatha-Yoga. Iyengar Yoga ist eine kraftvolle, ausdauernde, präzise Übungsmethode in der besonderer Wert auf eine korrekte Körperausrichtung gelegt wird. Iyengars Verdienst ist es, dass er die klassischen Positionen mit westlichem Verständnis von Anatomie und Physiologie verband.
Bikram Yoga
Bikram Yoga oder auch Hot Yoga genannt ist eine Hatha-Yoga-Methode, die von dem indischen Yogameister Bikram Choudhury entwickelt wurde. Bikram Yoga wird in einen 35 bis 40 Grad Celsius heißen Raum praktiziert und besteht aus einer Serie von 26 Yoga-Positionen (Asanas) und 2 Atemübungen (Pranayama).
Yin Yoga
Yin Yoga ist ein ruhiger passiver Yogastil. Die Positionen werden vorwiegend im Sitzen oder Liegen ausgeführt und über eine längere Zeit ohne Muskelaktivität gehalten. Durch das lange Verweilen in den Positionen wird neben dem Muskel- und Bandapparat auch das tiefe Bindegewebe nachhaltig gedehnt, die Gelenke werden geöffnet und der Energiefluss im Körper harmonisiert. Yin Yoga ist eine ideale Ergänzung zum Yang-orientierten aktiven Ashtanga Yoga.
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